Geschlechtskrankheit

Geschlechtskrankheit ist eine Sammelbezeichnung für Krankheiten, die im weitesten Sinn mit der Geschlechtlichkeit des Menschen zusammenhängen. Sie werden im allgemeinen durch Geschlechtsverkehr und andere intime sexuelle Praktiken übertragen und kommen bei Mann und Frau vor. Es gab sie zu allen Zeiten der Menschheit. Die Erreger können Bakterien oder Viren, aber auch Pilze, Parasiten und bestimmte Einzeller sein. Wir müssen uns das Aufkommen und Verschwinden von Geschlechtskrankheiten wohl wie Wellenbewegungen vorstellen: Sie tauchen mehr oder weniger plötzlich auf, verbreiten sich immer mehr und wenn sie bedrohlich genug geworden sind, schließlich sind sie ja zumeist nicht nur schmerzhaft und entstellen den Körper, sondern sie enden nicht erst seit AIDS oft auch tödlich, überlegen sich die jeweiligen Menschen seit jeher Gegenmaßnahmen.

HIV - Infektion und AIDS

Die bekanntesten Geschlechtskrankheiten sind bakterielle Infektionen: Trichomoniasis, Tripper (Gonorrhöe), Syphilis (Lues), weicher Schanker (Ulcus molle), das Lymphogranuloma inguinale (LGV), eine spezielle Chlamydien-Infektion.

Die Diagnose und Behandlung der Geschlechtskrankheiten gehört in die Hand des Arztes für Haut- und Geschlechtskrankheiten

Was ist Trichomoniasis?

Trichomoniasis ist eine weltweit vorkommende, durch ein einzelliges, bewegliches Geißeltierchen, das Protozoen Trichomonas vaginalis, hervorgerufene Infektion. Die Übertragung erfolgt zumeist durch direkten Schleimhautkontakt beim Geschlechtsverkehr. Eine indirekte Übertragung durch Badewasser, Badeschwämme, Handtücher ist aber grundsätzlich möglich.

Was ist Gonorrhöe?

Die Gonorrhöe (Tripper) ist die häufigste Geschlechtskrankheit in Deutschland. Der Erreger ist ein Bakterium mit Namen Neisseria gonorrhoeae. Dieses Bakterium ist äußerst empfindlich gegen Kälte und Austrocknung, so dass eine Infektion praktisch nur über die Schleimhäute beim Geschlechtsverkehr möglich ist. Es kommt zunächst zu einem Befall des gesamten Genitalbereichs. Bis zum Ausbruch der Erkrankung dauert es meist zwei bis sechs Tage.

Was ist Syphilis?

Syphilis (Lues) ist eine sexuell übertragbare Krankheit (Geschlechtskrankheit), die durch das Bakterium Treponema pallidum übertragen wird. Sie heißt auch Lues, harter Schanker oder Franzosenkrankheit. Der medizinische Fachausdruck ist neben Syphilis auch Lues venerea, wörtlich etwa: die Liebesseuche. Syphilis verläuft in mehreren Stadien und war früher wegen der Erkrankung des Nervensystems im vierten Stadium gefürchtet. Seit der Entdeckung der Antibiotika Salvarsan im Jahr 1909 und Penicillin 1928 kann man sie gut behandeln. Ohne Therapie führt sie oft zu chronischem Leiden und zum Tod. 

Was ist Herpes genitalis?

Herpes genitalis ist eine fast ausschließlich durch Sexualkontakte übertragene Infektion mit dem Herpes simplex-Virus (HSV-2), einem Verwandten des bekannten Verursachers der Lippenbläschen (HSV-1). In den Industrieländern ist Herpes genitalis die wichtigste Ursache von Geschwulsten an den Geschlechtsorganen.

Wie können Sie Geschlechtskrankheiten vorbeugen?

Praktizieren Sie "Safer Sex". Die wichtigste Schutzmaßnahme ist die korrekte Verwendung von Kondomen beim Geschlechtsverkehr. Kondome verhindern sicher die Übertragung der  Erreger. 

Wir beraten Sie gerne über Ihre individuelle Therapie

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