Hautkrankheiten

Hautkrankheiten sind definiert als Erkrankungen der Haut und/oder ihrer Anhangsgebilde. Die Haut reagiert auf von außen kommende Angriffe durch Infektionserreger, Kälte, Hitze, Strahlen, Gifte, Arzneien, Parasiten, mit Hautblüten, flächenhaft zusammenhängende oder fleckförmige Rötungen, Quaddeln, Papeln, Knötchen, Eiterpusteln oder Bläschen, die später in Borken, Krusten und Narben übergehen können. An Art, Sitz und Zusammenstellung der Effloreszenzen kann oft die Krankheit erkannt werden. Akute und chronische Hautkrankheiten wie Ekzeme, Nesselfieber und parasitäre Erkrankungen sind meist von starkem Juckreiz begleitet. Daneben sind viele Hautkrankheiten Ausdruck einer Störung des Stoffwechsels. Auch Erbanlagen spielen eine Rolle. Schließlich können sich verschiedene Geschwülste an der Haut entwickeln. Z.B. Neurodermitis, Atopische Dermatitis, Schuppenflechte, Rosazea, Herpesviren, Hyperhidrose, Pocken, Akne und andere.

Akne - wie sieht sie aus?

Die bereits erwähnten schwarzen und weißen Komedonen sind nur der Anfang der Erkrankung. Die schwarze Färbung der offenen Komedonen ist übrigens nicht auf eine Verunreinigung der Haut zurückzuführen, sondern wird von einem Farbstoff (dem Melanin) in der Haut gebildet.

Unbehandelt verschlimmert sich der Zustand der Haut: entzündete, erhabene Unebenheiten (so genannte Papeln) und größere, eitrige Wölbungen (auch Pusteln genannt) können entstehen. Wird die Entzündung sehr schlimm, bilden sich unter der Haut mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen und Knoten. Bleibt die Akne völlig unbehandelt, kann sie hässliche Narben hinterlassen.

Akne - von wem hab ich sie?

Sie können unbesorgt sein: Akne ist nicht ansteckend. Sie können sie weder auf jemand anderen übertragen, noch können Sie sich selbst durch die Akne eines anderen anstecken. Tritt Akne innerhalb der Familie öfter auf oder haben Ihr Vater oder Ihre Mutter ebenfalls Akne gehabt, ist das Risiko, an Akne zu erkranken, höher.

Akne - habe ich zu viele Hormone?

Nein, denn selten ist Akne auf einen Überschuss an Hormonen zurückzuführen. Mit Beginn der Pubertät reagieren die Talgdrüsen einfach empfindlicher auf Sexualhormone. Schon normale Hormonmengen können in dieser Zeit die Talgbildung übermäßig anregen.

Akne - liegt es an mangelnder Pflege?

Mit mangelnder Sauberkeit hat Akne nichts zu tun. Daher müssen Sie mit der Hautpflege auch nicht übertreiben. Im Gegenteil, eine übertriebene Reinigung kann den Zustand der Akne sogar verschlechtern. Es reicht völlig aus, Ihre Haut ein- oder zweimal täglich mit warmem Wasser und einem milden Waschsyndet zu waschen. Stark reizende Seifen sollten Sie vermeiden. Achten Sie bitte darauf, dass das Pflegemittel, das Sie verwenden als ,,nicht komedogen“ gekennzeichnet ist. Das heißt: das Mittel soll die Bildung von Komedonen nicht fördern. Am besten, Sie vertrauen auf die Beratung in der Apotheke oder einer Kosmetikerin. Wenn Ihr Haar häufiger fettig ist und öfter gewaschen werden muss, sollten Sie mildes fett- und parfümfreies Shampoo verwenden.

Akne - liegt es an der Ernährung?

Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, hat Akne nichts mit der Ernährung zu tun. Auch die Annahme, dass z. B. Schokolade, Pommes frites oder andere fetthaltigen Lebensmittel Mitverursacher von Akne sind, ist nicht bewiesen. Dennoch: Achten Sie grundsätzlich auf eine gesunde Ernährung; verzichten Sie möglichst auf zu viel Fast-Food-Gerichte, Alkohol und insbesondere Nikotin. Stellen Sie nach dem Verzehr eines bestimmten Lebensmittels eine Verschlimmerung der Akne fest, sollten Sie auf den weiteren Genuss verzichten. Grundsätzlich gilt: Eine ausgewogene Ernährung ist immer gut für Leib und Seele; Sie werden sich insgesamt wohler fühlen und Ihr Hautzustand kann sich verbessern.

Akne - ist quetschen verboten?

Ja! Versuchen Sie bitte nicht, die Pickel selber auszudrücken. Dabei besteht die Gefahr, dass der Talg durch Drücken und Quetschen in tiefere Hautschichten gepresst wird. Das unerwünschte Ergebnis: Die Pickel vergrößern und entzünden sich und hinterlassen im schlimmsten Fall hässliche Hautverfärbungen und Narben. Wenn es Sie zu sehr stört, überlassen Sie das lieber einer Kosmetikerin. Sie wird Ihnen fachgerecht Pickel und Mitesser entfernen.

Akne - was sollte ich vermeiden?

Für junge Frauen gilt: Möchten Sie ein Make-up auftragen, achten Sie bitte darauf, dass es nicht zu dickflüssig, stark fetthaltig oder parfümiert ist. Auch manche Haarstyling-Produkte sind nicht förderlich und können die Akne noch verschlimmern. Verwenden Sie am besten fettfreie, nicht komedogene Produkte. Einige sehr auffällige Pickel - aber nicht das ganze Gesicht - können Sie mit einem trockenen Abdeckstift kaschieren.

Für die Herren gilt: Eine Rasur - ganz gleich, ob mit Elektrorasierer oder Klinge - sollten Sie schonend durchführen. Wenn Sie Klingen benutzen, sollte vor dem Einschäumen das Gesicht mit milder Seife und reichlich warmem Wasser schonend gereinigt werden. Wechseln Sie häufig die Klinge, damit sie immer scharf ist und achten sie auf eine vorsichtige Rasur. Wenn Sie einen Elektrorasierer benutzen, sollte der Scherkopf nach jeder Rasur gründlich gesäubert werden.

Für alle gilt: Möchten Sie nicht auf ein Sonnenbad verzichten, können Sonne und Wärme die Talgproduktion erhöhen. Bei manchen Betroffenen wirkt sich das ungünstig auf die Akne aus. Demgegenüber können auch einige Mittel zur Aknebehandlung die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Um ganz sicher zu sein ist es ratsam, dass Sie vor dem Sonnenbad den Rat eines Arztes einholen.

Akne - wann ist Schluss damit?

Das lässt sich leider nicht genau sagen. Bei Jugendlichen mit leichter Akne kann sie unbehandelt etwa mit zwanzig Jahren, im ungünstigen Fall aber erst mit Anfang dreißig abklingen. So lange sollten Sie nicht warten. Eine regelmäßig durchgeführte Behandlung mit einem wirksamen Arzneimittel mildert die Schwere Ihrer Akne deutlich und verhindert die Entstehung hässlicher Narben. Normalerweise müssen Sie mit einer Behandlungsdauer von einigen Wochen rechnen, bis sich erste therapeutische Erfolge sichtbar zeigen. Allerdings: auch danach müssen Sie Ihre Haut weiterhin sorgfältig pflegen, da die Anfälligkeit, dass sich die Akne wieder verschlimmert, unverändert ist.

Akne - wer kann mir helfen?

Wenn es um Akne geht, ist der Hautarzt Ihr wichtigster Ansprechpartner. Sie sollten ihn möglichst frühzeitig aufsuchen. Nach einer gründlichen Untersuchung wird er je nach Schweregrad und Verlauf Ihrer Akne entscheiden, was zu tun ist und welches Arzneimittel für Sie das Beste ist. Dabei unterscheidet der Arzt zwischen äußerer (lokaler) und innerer (systemischer) Behandlung. Die Möglichkeiten, eine Akne zu behandeln, sind dabei sehr vielfältig. In den meisten Fällen reicht eine lokale Therapie mit Lösungen, GeIs oder Cremes aus; erst in schweren Fällen wird eine systemische Behandlung mit stärkeren Arzneimitteln notwendig sein.

Akne - nicht aufgeben!

Für jede Behandlung gilt:  Sie müssen ein wenig Geduld mitbringen und Vertrauen in die Arbeit Ihres Arztes haben. Auf keinen Fall dürfen Sie zu früh aufgeben! Auch wenn Se den Erfolg nicht gleich nach wenigen Tagen der Behandlung im Spiegel erkennen: nach wenigen Wochen wird Ihre Geduld sicherlich belohnt werden.

Wir beraten Sie gerne über Ihre individuelle Therapie

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