Hautarzt Valerij Stelter --- Jontophorese bei feuchten Händen und Füssen
Valerij Stelter
Jontophorese bei feuchten Händen und Füssen
Tel. 0711 / 56 87 36
Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Allergologie
Waiblinger Str. 9, 70372 Stuttgart
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    Übermäßiges Schwitzen

    Schwitzen ist eine wichtige natürliche Funktion des Körpers. Es regelt über die über die Verdunstung unsere Körpertemperatur, ein ganz normaler und physiologischer Vorgang. Manche Menschen neigen jedoch ohne erkennbaren Grund zu übermassigem Schwitzen an den Handflächen, den Fußsohlen, den Achsen oder an anderen Körperstellen. Nur selten liegen hier organische Krankheiten zugrunde. Überwiegend besteht eine genetische Veranlagung zur vermehrten Schweißbildung, die im Fachjargon als Hyperhidrosis bezeichnet wird.

    Ursachen für vermehrtes Schwitzen:

    • Symptomatisch bei Übergewichtigkeit
    • Reaktiv bei psychischen Erkrankungen
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (hoher Blutdruck, Herzinfarkt, Kreislaufregulationsstörungen)
    • Lungenerkrankungen (bakterielle Infekte, Tuberkulose, Atemnot)
    • Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus, Gicht)
    • Hormonelle Störungen (Überfunktion der Schilddrüse)
    • Vergiftungen
    • Krebserkrankungen, insbesondere des lymphatischen Systems

    Palmare Hyperhidrose (Handschweiß)

    Übermäßiger Handschweiß ist die weitaus unangenehmste und folgenreichste Form der Hyperhidrose. Die Hände sind im täglichen Leben, sowohl im sozialen als auch im beruflichen Bereich, für wichtige Funktionen zuständig und dabei ausgesetzer als andere Körperteile. Viele Personen mit diesem Leiden sind in ihrer Berufswahl eingeschränkt, haben Schwierigkeiten bei der Handhabung feuchtigkeitsempfindlicher Materialien (wie Papier, u. ä.) und scheuen sich, beim Gruß die Hand zu geben. Manche Patienten vermeiden sogar vollends persönlichen Kontakt mit anderen Menschen. Die überhöhte Schweißabsonderung variiert von Patient zu Patient und, beim gleichen Patienten, von Mal zu Mal. Sie kann von unangenehmer Feuchtigkeit bis zum profusen Abtropfen der Hände reichen. Bei den meisten Patienten werden die Hände bei Schweißattacken nicht nur nass, sondern auch kühl, im Extremfall mit weiß-bläulicher Verfärbung.

    Axilläre Hyperhidrose (Schwitzen in den Achselhöhlen)

    Auch diese Form der Hyperhidrose, oft kombiniert mit Handschweiß, kann sich bei Bildung großer nasser Flecken in der Kleidung oder sogar ringförmiger Salzablagerungen sehr unangenehm bemerkbar machen.

    Plantare Hyperhidrose (Fußschweiß)

    Fußschweiß ist sehr häufig, bei den allermeisten Personen jedoch tritt dieses Phänomen bei Verwendung gut belüfteten Schuhwerks nur mäßig in Erscheinung. Als Hyperhidrose sollte man daher nur diejenigen Formen bezeichnen, wo der Schweiß auch ohne Fußbekleidung stark ausgeprägt ist oder die Schuhe binnen kurzer Zeit durch die Schweißmenge durchnäßt oder gar zerstört werden.

    Andere Lokalisationen

    Weniger häufig, als die bisher aufgezählten Erscheinungsbilder der Hyperhidrose, ist eine isolierte Hyperhidrose des Rumpfs oder der Oberschenkel. Einige Patienten klagen über übermäßiger Schweißproduktion im Gesicht, vor allem an der Stirn, was viele Patienten als peinlich empfinden.

    Viele Patienten leiden unter einer Kombination mehrerer oben beschriebener Erscheinungsformen. Die Schweißabsonderung kann plötzlich oder mehr kontinuierlich auftreten. Schweißattacken können durch hohe Außentemperatur oder emotionelle Faktoren (Aufregung, Stress) ausgelöst werden, oder ohne feststellbare Ursache in Erscheinung treten. Im allgemeinen verschlechtert sich das Bild im Sommer und bessert sich in der kalten Jahreszeit.

    Behandlung:

    • Antitranspirantien (Mittel zur lokalen Schweißhemmung)
    • Ionophorese
    • Medikamente
    • Psychotherapie
    • Chirurgie
    • Exzision der axillären Schweißdrüsen
    • Sympathektomie

    Die richtige Behandlung ist nur vom Arzt vorzuschreiben bzw. durchzuführen.
    Und sie muss komplex sein.